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Forum » Die Gothic Serie » Gothic Storys » [Story] Goblins 2.0 (Wambo wird in die Intrigen Beliars verstrickt)
[Story] Goblins 2.0
BorkatokDatum: Freitag, 2010-12-03, 4:16 PM | Nachricht # 1
DerGrößteDummeMann
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Wambo
Wambo stand während seiner Mittagspuse in einer finsteren Ecke hinter dem Rathaus von Khorinis. Durch seine besondere Leistung war er vor Kurzem zum Paladin ernannt worden. Seit seiner Beförderung führte er oft geheime Unterredungen mit Abgesandten der Diebesgilde, merkwürdigen Männern in schwarzen Kutten und Händlern, die ihn bestachen, um ihre schmutzigen Geschäfte durchführen zu können. Doch heute sollte ihm nur eine Nachricht übergeben werden. Eine Nachricht, überbracht von einem Laufburschen der Diebe, in der er aufgefordert werden würde, sich zwei Stunden nach Mitternacht im Keller des Rathauses mit einem Mitglied der namenlosen Gilde zu treffen.

Die namenlose Gilde
Die namenlose Gilde wurde von den meisten Bürgern Khorinis als Schauermärchen abgetan. Nur sehr Wenige wussten von ihrer Existenz: Ranghohe Mitglieder der Diebesgilde, mit der die namenlose Gilde von Zeit zu Zeit zusammenarbeitete, und ein Paar der an Einfluss und Geld reichsten Bürger der Stadt. Doch was nur Mitglieder der Gilde wussten war, dass die Geschichten über die merkwürdigen und abstoßenden Riten der Vereinigung Unsinn waren (diese Gerüchte hatte die Gilde selbst in Umlauf gebracht, um die Existenz der Gilde zu irgendwelchen Gruselgeschichten für unartige Kinder zu machen). Die Meuchelmöderder der Gilde töteten nur wegen des Geldes und nicht wegen irgenines komischen Rituals.
Jeder, der über das entsprechende Talent verfügte, konnte ein Mitglied sein. Die Mitglieder waren sowohl unter den Einwohnern des Hafenviertels, als auch unter den fahrenden Händlern, den Lehrmeistern, den Bürgern oder der Miliz zu finden. Anonymität war ihnen sehr wichtig, sodass das Oberhaupt der Gilde als Einziger über die Identitäten der Mitglieder bescheid wusste.
Wenn eines der Mitglieder jemanden entdeckte, der eine besondere Begabung im Schleichen, Klettern, Messerwerfen oder einer anderen für die Gilde wichtigen Fähigkeiten besaß, schlug er ihn, wenn er unbemerkt war, nieder, steckte ihn in einen Sack, schleppte den Sack in seinen Keller, zog sich die Kleidung der namenlosen Gilde an (ein schwarzes enganliegendes Gewand mit Kapuze, schwarze weiche Lederschuhe, die beim gehen nicht das geringste Geräusch machten und eine schwarze Maske) und nahm den Entführten feierlich in die Gilde auf. Später vereinbarten die beiden sich regelmäßig zu treffen, damit dem Lehrling alles Nötige beigebracht werden konnte (damit der Lehrling über die Gilde schwieg reichte eine Todesdrohung und eine in Aussicht gestellte, fürstliche Bezahlung). Irgendwann wurde der Lehrling dann vor eine Prüfung gestellt (ein einfacher Mord), um zum vollwertigen Mitglied aufzusteigen. Ein Mitglied der Gilde bekam dann vom Meister hin und wieder Aufträge zugeteilt. Wenn der Meiter starb, wurde von den Mitgliedern ein neuer Meister gewählt.

Übergabe
Der Bote übergab Wambo die Nachricht unaufällig und flüsterte ihm zu, dass er die Nachricht nur an einem Ort, wo er ganz allein war, öffnen solle und den Brief anschließend sofort vernichten solle.
Wambo ging zu seinem Haus am Rathausplatz und öffnete in seinem Arbeitszimmer den Brief der namenlosen Gilde. Nachdem er ihn gelesen hatte warf er ihn ins Feuer, verließ das Haus und begann seine Patrouille durch die Oberstadt, denn seine Mittagspause war zu Ende.
Er vertrieb sich die Zeit während der Patrouille, indem er über seine Vergangenheit nachdachte.

Albträume
Kurz nachdem Diebstahl des Schiffes der Paladine fing es an. Wambo erwachte immer wieder aus Albträumen, doch das Einzige aus den Träumen, an das er sich nach dem Aufwachen noch erinnern konnte waren die Worte: Triff dich mit mir am Dämonenturm südöstlich der Stadt.
Nach einer Woche hielt er es nicht mehr aus und ging an seinem freien Tag zu dem beschriebenen Ort. Als Vorsichtsmaßnahme trug er alle Amulette und Ringe die er irgendwie kriegen konnte (das sah vielleicht albern aus), nahm mehrere Schwerter und einen Bogen mit und trug sogar seine Milizrüstung (die er eigentlich nur im Dienst tragen durfte).
Nach einem ausgiebigen Frühstück (der Tag würde lange dauern, das wusste er) brach Wambo dann auf. Das Wetter war schön und er war gut gelaunt, doch im Hintergrund wuchs seine Angst wie in gähnender, bodenloser Abgrund, der immer breiter wurde.
Als er endlich am Turm angekommen war, sprengte ihm sein viel zu schneller Herzschlag fast den Brustkorb und seine Schlagadern schwollen an, bis ie ausahen wie lange blaue Würmer. Nachdem er eine halbe Stunde einfach nur so mit leerem Blick dastand, fasste er sich endlich ein Herz und betrat den Turm. Er konnte jeden seiner Schritte laut hören und drehte sich ständig um, um sich zu vergewissern, dass sein Rücken frei war. Als er sich an der Wendeltreppe umdrehte, meinte er einen Schatten hinter sich zu sehen und er rannte vor lauter Panik bis nächste Stockwerk, wo er dann erschöpft im Treppenhaus zusammenbrach. Dort verharrte er dann eine Zeit, die ihm wie eine Ewigkeit und doch ziemlich kurz vorkam, doch niemand kam die Treppe hinauf. Schließlich rappelte er sich mühsam wieder auf und ging durch einen kleinen Raum mit einem Kamin, einem Bett und ein paar Kommoden in einen Raum mit einem blutroten Pentagramm auf dem Boden.

Der Diener Beliars
"Guten Tag Paldin Wambo. Schön, dass du gekommen bist."
An der Wand waren mehrere Buchständer und an einem dieser Ständer stand ein Mensch (Wambo vermutete zumindest, dass es ein Mensch war) in eine schwarze Kutte gehüllt, wie sie laut dem Prediger Vatras nur die Diener Beliars trugen. Von ihm kamen wahrscheinlich auch die Worte.
"Äh. Guten Tag", erwiederte er den Gruß stammelnd.
Nach kurzem Zögern sagte vorsichtig er: "Ähm. Ich bin doch gar kein Paladin"
"Noch nicht.", sagte das Kuttenwesen mit einer merkwürdigen, verzerrt klingenden Stimme.
"Wann werde ich ein Paladin werden?"
"Bald. Du Hast die falsche Frage gestellt."
"Wie werde ich ein Paladin?"
"Guck unter deinem Bettlaken in der Kaserne nach."
"WAS?", fragte Wambo ungläubig, "Das war alles? Ich bin den ganzen Weg hierhergelaufen, nur um von dir gesagt zu bekommen, dass ich wieder umkehren soll?"
"Geh jetzt", sagte die Kutte mit ihrer monotonen, gefühlslosen Stimme und drehte sich um. Wambos Augen weiteten sich vor Entsetzen und er verließ fluchtartig den Turm.

Das Schiff der Piraten
Greg saß in seiner Hütte und betrachtete den Schiffbau durch das Fenster (Er hatte sich extra ein Fenster mit Blick auf das unfertige Schiff bauen lassen). Der merkwürdige Typ, der vor ein paar Wochen der Crew so richtig in den Hintern getreten hatte, war wirklich ein Prachtkerl. Die ganze Mannschaft arbeitete fleißig an dem neuen Schiff und jetzt hatte er auch noch das Schiff der Paladine gestohlen (Skip schnappte ab und zu ein Paar Neuigkeiten auf, wenn er nach Khorinis rüberfuhr). Ein Paar Tage nachdem der Kerl gegangen war, hatte Greg den Schiffsentwurf des letzten Piratenschiffes (Greg und seine Crew hatten schon viele Schiffe bauen müssen) tief aus seiner Truhe herausgeholt und seine Leute erstmal eine Menge Bäume fällen lassen. Als sie dann fertig waren hatte er sie mit dem Bau des Schiffes anfangen lassen und nun waren sie fast fertig. Morgen würden die Arbeiten abgeschlossen sein. Dann würde es wieder so werden wie früher.

Das Amulett
Wambo lag in der Kaserne auf seinem Bett. Er fühlte sich ziemlich beschissen. Er hatte unter dem Laken eine Nachricht für ihn gefunden bisher aber noch nicht gewagt sie zu öffen (wer liest denn schon gerne Briefe von solch üblen Zeitgenossen, wie diesem Wesen). Danach war er im Bett gelegen und irgendetwas hatte ihm ins Kreuz gedrückt. Nach einer halben Stunde hatte er es nicht mehr ausgehalten und das Laken vom Bett gerissen. Jetzt sah er den Verursacher seiner Schmerzen: Ein Amulett mit einem merkwürdig kalten Glanz. Es bestand aus Silber und in der Mitte war ein schwarzer Opal eingelassen. Das Ding sah ziemlich gefährlich aus und hatte wahrscheinlich mindestens fünfmal soviel Macht, wie der ganze Plunder, den er zum Turm mitgenommen hatte zusammen. Dieses Amulett würde er ganz sicher nur anlegen, wenn es wirklich nötig wahr. Ihm schauderte bei dem Gedanken, was das Amulett mit ihm anstellen würde, wenn er es trug.
Nachdem er gefühlte zwölf Stunden wach im Bett gelegen hatte schlief er endlich ein. Er schlief zum Glück gut. Am nächsten Morgen musste er schon früh aufbrechen.

Neues aus Irdorath
Hier gab es keine Orks mehr. Alle waren ausgelöscht worden. Nur zwei Stunden nach der Vernichtung des untoten Drachen. Der dunkle Gott hatte die Orks für den Tod des Drachens und des Schläfers verantwortlich gemacht und so griffen Echsenmenschen, Schwarzmagier und Untote die Orks hinterrücks an. Die einzigen Verluste aufseiten der Beliardiener waren ein Paar mickrige Skelette.
Als Nächstes würde Khorinis gesäubert werden. Zuerst würden die Beliardiener den Pass überwachen und keinen Ork durchlassen (und auch die meisten Menschen nicht). Dann würden die Orks außerhalb des Mienentals getötet werden. Zum Schluss würden die Armeen Beliars zusammen mit den Orks im Minental die Burg stürmen und sich dann im Moment des Sieges gegen sie wenden.
An dem Tag, an dem Wambo aufbrach, hatten die Späher der Stadtwache schon seit einer Woche keine Orks mehr gesehen.

Evakuierung
"Warum warst du so lange Weg?", fragte Lord André erbost.
"Ich hatte einen freien Tag und war draußen spazieren", antwortete Wambo nervös.
"Du warst zehn Stunden lang spazieren? Mit deiner Rüstund, die du ja eigentlich gar nicht hättest tragen dürfen?"
"Gut es war eher eine Wanderung und ich bin auch ein Bisschen durch den Wald gegangen. Da wollte ich lieber nicht ganz ungeschützt vor wilden Tieren sein."
"Naja egal. Jetzt bist du ja hier. Du gehörst zu den ausgewählten Stadtwachen, die die Evakuierung der Burg im Minental unterstützen sollen. Morgen gehts los. Also leg dich schlafen."

Gentechnologie und Schwarzmagie
Im Labor der Schwarzmagier im ehemaligen Adanostempel, der das Herzstück des Banditelager bildete, als Raven dort noch der Chef war, roch es etwas unangenehm, was wahrscheinlich daran lag, dass überall im Raum Kessel gefüllt mit merkwüdigen Substanzen standen, in denen groteske Kreaturen schwammen. Es war dort heiß und stickig und es herrschte ein reges Treiben. Die Magier gingen zwischen den Kesseln und riesigen Bücherregalen, gefüllt mit jeder Menge dicker Bücher, die wiederrum mit unübersichtlichen für Normalsterbliche nicht verständlichen Tabellen vollgeschrieben waren. Andere schrieben gerade ebensolche Bücher. Wieder Andere führten Tests mit den Kreaturen durch und teilten den Schreibern die Ergebnisse mit und Einer schaute mithilfe einer schwarzen Perle und einer Wasserschale, wie der Schiffbau der Piraten voranging und ein Letzter inspizierte die Arbeit der Anderen, ermutigte hier, tadelte dort und kümmerte sich um die Einhaltung des Zeitplans.
Er leitete, schon seit die große Flut Jarkhendar zerstört hatte, das Labor. Er war normalerweise sehr geduldig (das Kreaturenerschaffen war ein äußerst Zeitraubender Vorgang), aber dieses Mal hatte er sich an einen Zeitplan zu halten, den er auch sehr streng überwachte.
Das Labor funktionierte so: Es wurden Entweder bereits bekannte Wesen mithilfe von Tränken oder Zaubern magisch verändert, verschiedene Wesen vermischt oder eine Mischung aus Wesen mit Magie bearbeitet. Dabei entstanden entweder A-, B-, oder C-Kreaturen. A-Kreaturen kamen nur sehr selten vor. Sie waren schon etwas brauchbarer als die Wesen, aus denen sie entstanden waren, aber in ihnen steckte noch viel mehr Potential, das die Magier dann zu Wecken versuchten. B-Kreaturen waren ziemlich häufig. Sie waren brauchbar, aber nicht effektiv und so versuchten die Schwarzmagier, sie zu A-Kreaturen zu machen. C-Kreaturen kamen sehr häufig vor und waren entweder unbrauchbar, oder nicht lebensfähig. Sie wurden sofort getötet.
Die derzeitige A-Kreatur (es gab nie mehr als eine gleichzeitig), war ein mit magischen Sprüchen verstärkter schwarzer Goblin, dem ein bisschen Troll und ein bisschen Schattenläufer beigegeben wurde. Diese A-Kreatur war der Vollendung schon sehr nahe (sie war schon fast ein Wesen, wie die Magier es ausdrückten). Wenn sie vollendet werden würde, wäre sie das einzige Wesen, das das Labor je lebendig verlassen würde (frühere A-Kreaturen wurden immer irgenwann durch ein Paar Missgeschicke zu C-Kreaturen).

Der Pass
Das Frühstück fiel heute aus und so marschierten Wambo und die anderen Glücklichen, die ins Minental durften, mit knurrendem Magen los. Obwohl Knurren das falsche Wort war. Es fühlte sich eher so an, als ob dort zwei betrunkene Trolle den vergeblichen Versuch unternahmen, tanzen zu lernen. Auch das pralle Sonnelicht machte das Laufen zur Qual. Es war, als würde Wambo sich durch einen Kessel kochendes Wasser voranschleppen. Er sah ein Flimmern vor seinen Augen und tausende von bunten Lichtwesen tanzten durch die Luft und sprenkelten sein Gesichtsfeld mit Narben. Und als ob das noch nicht genug wäre, war sein Körper aufgrund der mangelnden Nahrung wie ausgebrannt. Die Tatsache, dass es den Anderen nicht besser ging, machte den Marsch für Wambo etwas erträglicher, aber er war heilfroh, als sie endlich nach einer gefühlten Ewigkeit die Taverne erreichten. Die Gäste der Taverne guckten die Milzen überrascht an, als sie das Haus betraten (ab und zu kam eine Stadtwachen vorbei, aber es war noch nie passiert, dass ein ganzer Trupp von Soldaten die Taverne besuchte). Auf Wambo wirkten diese neugierigen Blicke wie Nadelstiche, was seine Laune noch verschlechterte. Er grunzte.
"Was glotzt ihr so? Noch nie Milizen auf Wanderschaft gesehen?", raunzte einer von seinen Kameraden das nach Neugkeiten geifernde Bauernpack an.
Die Gäste schauten demonstrativ weg und wendeten sich wieder ihren Mahlzeiten zu. Keiner sagte ein Wort.
"Hey Wirt. Gib uns was zu essen und etwas ordentliches zu trinken. Aber schnell!"
"Jaja, ich mach ja schon", erwiederte Orlan gereizt und gab jedem ein Bier, ein Brot und eine Schafswurst.
"Ich hasse Schafswurst. Hast du nichts Anderes?", beschwerte sich Wambo.
"Nein, ist alles schon weg."
Die Soldaten setzten sich an einen Tisch und schlangen ihre Mahlzeit so schnell wie möglich herunter. Als sie Taverne verließen, fingen die anderen Gäste an wild durcheinader zu reden (und sich ein Bier nach dem anderen zu bestellen). Irgendetwas heckten die Milizen aus.
Und weiter ging der Gewaltmarsch zum Minental. Jetzt ging es zwar etwas besser, da wenigstens die Mägen gefüllt waren, doch die Durchquerung des Sumpfes beim Weidenplateau war noch schlimmer, als der Weg zur Taverne: Die Luft war schwül und stickig und außerdem mussten der Trupp ständig darauf achten, nicht von hinten durch Blutfliegen oder Lurker attakiert zu werden, aber glücklicherweise kamen die heute nur von Vorne. Die schneidigen Uniformen total verdreckt ließ die Gruppe den Sumpf hinter sich, erreichte endlich den Eingang zum Pass und überquerten ihn, ohne auch nur von einem einzigen Ork belästigt zu werden.

Der Belagerungsring
Der Trupp erreichte die Austauschstelle. Sie hatten gar kein gutes Gefühl dabei, denn eigentlich hätte es am Pass nur so von Orks wimmeln sollen und außerdem hatten sie, seit sie den Pass überquerten das Gefühl, beobachtet zu werden. Es hatte eine Grabesstille geherrscht und es war immer noch kein Laut außer den eigenen Schritten zu hören. Die Ruhe vor dem Sturm. Die Gruppe ging weiter in Richtung Tal und der einzige Ork, dem sie begegneten, nahm vor ihnen reißaus. Aus der Ferne sahen sie den Belagerungsring der Orks, doch dort waren nicht nur Orks sondern auch Echsenmenschen, Untote und Schwarzmagier. Das wird sicher ein Drama werden. Unten angekommen schlichen die Milizen hinter den Orks vorbei, bis sie auf der Seite der Orkramme angekommen waren. Ihre Nervösität ließ sie zappeln und sprengte fast ihre Körper. Jeder von ihnen nahm einen Geschwindigkeitstrank ein und sie sprinteten los. Die Orks hatten dazugelernt und so bewachten besonders viele Krieger die Orkramme. Eine Stadtwache nach der anderen fiel einer Orkaxt zum Opfer. Nur Wambo überlebte. Er rannte in einem irrwitzigen Slalom durch die Reihen der Belagerer. Mehrere Orkäxte rasten nur knapp an ihm vorbei, bis er schließlich die Orkramme erreichte. Die Krieger folgten ihm nicht weiter, aber die Schamanen und Schwarzmagier bedachten ihn mit magischen Geschossen. Er kroch die Orkramme hinauf, um ein kleineres Ziel abzugeben und kam schließlich, wie durch ein Wunder unversehrt oben an.
"Da hast du aber ganz schön Glück gehabt", sagte die oberhalb der Orkramme postierte Wache, während Wambo weiter nach oben kletterte.
"Kann sein. Ich muss mit Garond sprechen."
"Sehr gesprächig bist du aber nicht."
"Ich habe gerade eben alle meine Kameraden verloren und bin selbst nur Knapp dem Tod entronnen und du möchtest, dass ich mich mit dir übers Wetter oder weiß der Goblin was unterhalte?"
"Entschuldigung, du musst ja nicht gleich gereizt sein.", beendete die eklig gut gelaunte Wache das Gespräch.
Wambo ignorierte ihn und ging schnurstracks zum Haus des Kommandanten. Er ging durch die Eingangshalle und die Küche in den Thronsaal, wo Garond stolz, mit strahlender Rüstung auf dem ehemaligen Thron Gomez saß und wichtigtuerisch grübelnd dreinblickte.
"Ich bin der einzige Überlebende des Evakuationstrupps. Wie wollen wir vorgehen?"
"Du siehst erschöpft aus. Leg dich erstmal in Bisschen hin, danach reden wir."
"Aber die Orks werden jeden Moment angreifen!"
"Ein paar Stunden werden sie ja noch warten können", antwortete der Anführer in seiner Arroganz.
"Aber..."
"Leg dich schlafen."
Frustriert ging Wambo langsam zum Schlafgemach der Milzen. Erschöpft ließ er sich auf das Bett sinken. Es erst später Nachmittag war, also war er ganz alleine in diesem Raum. Jetzt muss ich wohl die Nachricht lesen. Jetzt oder nie. Mit zitternden Fingern erbrach er das Siegel des Briefes und las:

Gut, dass du den Brief erst in der Burg geöffnet hast. Wenn der Angriff auf die Festung beginnt, dann lege das Amulett an. Es zeigt den Orks, dass sie dich und deine Gefährten nicht angreifen sollen und verleiht dir Menschen gegenüber eine große Überzeugungskraft und Glaubwürdigkeit. Gleichzeitig besitzt es die Kraft, Gedanken und Erinnerungen zu manipulieren. Rette ein paar der Paladine (bitte nicht zu wenige, aber auch nicht zu viele) und lass sie später Lord Hagen eine äußerst Heldenhafte Geschichte über ihre Rettung aus dem Minental erzählen. Mithilfe des Amulettes lässt du Hagen und die Paladine dann diese Geschichte glauben und nichts wird deiner Ernennung zum Paldin mehr im Weg stehen.
Dann wird deiner Ernennung zum Paladin nichts mehr im Weg stehen.
Gutes Gelingen.

Wambo steckte den Brief wieder ein, lag noch eine Weile wach im Bett und schlief schließlich ein.

 
BorkatokDatum: Freitag, 2010-12-03, 4:17 PM | Nachricht # 2
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Der Angriff
Der oberste Schwarzmagier stand an der Stelle, von der aus Hosh-Pak einst die Orkarmeen anführte. Vor ihm wahr ein Ameisenhügel von Soldaten zu sehen. Sie alle warteten ungeduldig auf das Signal zum Angriff. Wambo hatte die Nachricht gelesen. Wenn die Sonne untergegangen war, sollte der Angriff starten. Noch traten vereinzelte Sonnenstrahlen am Horizont hervor. Er beobachte, wie die Sonne quälend langsam unterging. Als es endlich soweit war, ertönte ein ohrenbetäbendes Brüllen aus den Reihen der Belagerer und die Magier fingen an das Tor zu attakieren. Ganze zehn Minuten hielt das Tor den Beschüssen durch die Magier stand, bis es schließlich mi einem gewaltigen Krachen zerbarst. Nun strömte allerhand Skelette, Schattenkrieger und Zombies durch das Tor in die Burg und es kamen immer neue nach. Die ganzen Untoten wurden zwar mühelos besiegt, sorgten aber durch ihre riesige Zahl dafür, dass die Verteidiger recht schnell ermüdeten. Als nach einer halben Stund der Strom der Untoten endlich versiegte, waren die Königstreuen schon recht angeschlagen. Von seinem erhöhten Standpunt aus sah der Schwarzmagier, wie Wambo die Pause zwischen den zwei Angriffswellen nutzte, um mit zwölf Paladinen die Burg zu verlassen. Zwölf. Genau die richtige Anzahl. Der Typ ist nicht dumm. Sie konnten ohne Probleme passieren und machten sich auf den Weg, das Tal zu verlassen. Ein Paar der erstaunten Verteidiger versuchten, es den Flüchtigen gleichzutun. Ein schwerer Fehler. Die Orks metzelten die Unglücklichen in Windeseile nieder und starteten, weil es gerade so schön war, die zweite Angriffswelle. Sie töteten ein paar Milizen und zogen sich rasch wider zurück. Das ging dann Welle um Welle so weiter, bis der Kommandant schließlich einen der Orks zum letzten Angriff blasen ließ. Orks und Echsenmenschen strömten gleichzeitig auf das Tor zu. Die vordersten Reihen waren die einzigen Angreifer, die dazu kamen, ein paar Schläge auszuteilen, bis sich Angreifer und Verteidiger schließlich zu nah waren, um sich gegenseitig auholen zu können und für die Fernkämpfer das Risiko, einen der eigenen zu treffen, zu groß war. Die Echsenmenschen drängten von hinten nach, sodass die Paladine schließlich überrannt wurden. Nur die Wenigsten hatten die Geistesgegenwart zu fliehen. Die Orks strömten auf den Hof und töteten alle Verteidiger, die noch dort standen, während die Echsenmenschen ihnen, wie Schatten folgten. Die Orks verwüsteten noch die Gebäude von Innen, bis sie schließlich über ihren Sieg zu jubeln anfingen. Inzwischen waren immer mehr Echsenkrieger und auch Dämonen und Golems in die Burg geströmt. Der Jubel war ihr Stichwort und sie fingen an, die Orks anzugreifen.
Der Schwarmagier weinte eine einzelne Träne. Heute, am Tag des Verrats, weinte sogar er.

Thorus
Thorus weinte eine einzige Träne. Heute, am Tag der Täuschung, weinte sogar er. Es sollte seine letzte Träne sein, denn kurz darauf wurde er von Fisk hinterrücks ermordet. Von diesem Tag an war Fisk der Anführer der Banditen.

Flucht
Am Pass angekommen vergoss Wambo eine Träne. Am Tag des Sieges weinte selbst er. Er hatte sich unterwegs eine Geschichte ausgedacht, die er den Paldinen jetzt eintrichterte. Die Träne fiel auf das nun rot glühende Amulett. Er fühlte sich das erste Mal in seinem Leben vollständig.

Auf hoher See
Der Wind ließ die Augen des namenlosen Helden Tränen. Heute, am Tag des Sturmes. Die vielen heute vergossenen Tränen ließen es in Strömen regnen. Durch das Unwetter ging der Kapitän mitsamt Navigationsinstrumenten über Bord und wart nie mehr gesehen.
Die ganze Welt weinte, denn heute war der Tag der Trauer.

Was jetzt geschah
Und so wurde Wambo zum Paldin ernannt und diente den Schergen Beliars als Marionette.
Und so verfolgte Fisk als Leiter des Banditenlagers eine äußerst merkwürdige Politik.
Und so trauerte der namenlose Held um seinen Kapitän und das Schiff trieb ohne Führung über das Meer.
Und so nährten sich die Armeen Beliars der Stadt und alle Höfe, die Taverne und das Kloster wurden evakuiert.
Und so kehrte Wambo schließlich am späten Nachmittag mit seinen Gedanken in die Gegenwart zurück, denn seine Patrouille war beendet, und machte Feierabend.

TMADTV
Wir begrüßen sie zu den 12-Uhr-Nachrichten.

Irgendwo im Meer - Heute Morgen sank bei einem schweren Sturm das Schiff des namenlosen Helden. Ein Blitz spaltete das Schiff in der Mitte. Experten vermuten, dass das ein Zeichen Adanos war. Es ist noch unklar, was Adanos der Welt damit sagen wollte und wo der namenlose Held angespült werden wird (schließlich kann er ja nicht einfach sterben).

Khorinis - Die Armeen Beliars stehen immer noch vor den Toren von Khorinis, haben aber noch nicht angegriffen. Einer unser Mitarbeiter wird jetzt für euch den Paladin Wambo interviewen.
Live aus Khorinis:
Reporter: Herr Paladin Wambo. Was halten sie von der jetzigen Situation?
W.: Oh, mir gefällt es eigentlich ganz gut so. Wenigstens greifen sie nicht an.
R.: Habt ihr Paladine schon einen Lösungsvorschlag für die derzeitige Situation?
W.: Wir haben vor, mit dem Schiff, das im Hafenviertel gebaut wurde, zu fliehen. Erzählen sie den Bürgern hier aber nichts.
R.: Werden wir nicht. Als Letztes möchten wir, dass sie unseren Zuschauern berichten, was für Aufgaben sie als Paladin haben.
W.: Den Tag über patrouilliere ich durch die Oberstadt und Nachmittags berate ich Lord Hagen.
R.: Was beratet ihr denn so?
W.: Dazu darf ich nichts sagen.
R.: Gut. Wir bedanken uns für ihr Interview und wünschen ihnen weiterhin eine schöne Mittagspause.
W.: Danke. Werd ich haben.

Auch im Geheimlabor der Schwarzmagier wird fleißig Mittagspause gemacht, wie sie gleich sehen (und hören) werden.
Live aus dem Geheimlabor im Adanotempel:
Reporter: Wir haben gerade das Geheimlabor der Schwarzmagier durch den Presseeingang betreten und erst mal Nasenklammern verteilt bekommen (man sagt, hier drinnen soll es ziemlich streng riechen). Was in diesem Labor gemacht wird, wird euch jetzt dieser nette Herr mit der schwarzen Robe erzählen.
R.: Herr Laborchef, was ist das Ziel dieses Labors?
LC.: Das Ziel dieses Labors ist es, durch die Erschaffun eines Wesens, das mächtiger ist als alle anderen Wesen, die Welt Beliar untertan zu machen. muhahaha
R.: Klingt ja ziemlich düster.
LC.: Ist es auch.
R.: Äh. Soweit ich weiß, habt ihr euer Wesen schon fertiggestellt.
LC.: Ja, das stimmt.
R.: Was ist das für ein Wesen?
LC.: Wir nennen es Goblin 2.0. Es ist ein magisch verbesserter schwarzer Goblin mit einer Prise Troll un einem Hauch Schattenläufer.
R.: Aha. Was sind denn so seine besonderen Fähigkeiten.
LC.: Er ist stark durchsichtig (sogar fast unsichtbar), er ist größer, stärker, geschickter, intelligenter und schneller als ein normaler schwarzer Goblin und er kann mit einem Degen kämpfen.
R.: Auf welche Weise soll der Goblin 2.0 "die Welt Beliar untertan machen"?
LC.: Wir wollen euren Zuschauern nichts spoilern.
R.: OK. Jetzt noch eine letzte Frage: Was macht ihr, da ihr jetzt fertig seit?
LC.: Wir räumen das Labor auf.
R.: Und wie genau kann man sich das vorstellen
LC.: Wir verbrennen die Bücher, gießen die Kessel aus, töten alle Kreaturen, verbrennen diese anschließend, wischen den Boden, räumen den Müll weg und genießen von dort an unseren Ruhestand.
R.: Hört sich gut an. Vielen Dank für das Interview.
LC.: Bittesehr.

Piratenlager in Jarkhendar - Nach einem Monat harter Arbeit stellten die Piraten gerade ihr Schiff fertig. Leider will uns kein Crewmitglied ein Interview geben, also erzählen wir ihnen auch nicht von der äußerst agressiven Gruppe von Banditen, die sich gerade auf den Weg macht, das Lager zu zertören. Wenn sie wetten wollen, wie lange das Lager den Banditen stadhalten wird rufen sie bitte an unter 0190/345910044903. Sie können 10.000 € gewinnen!

Das wars auch schon mit unseren 12-Uhr-Nachrichten. Ich hoffe, wir sehen uns in einer Stunde wieder.

Im Banditenlager
Der Laborchef verließ den Adanostempel und ging schnurstracks zu Fisks Anführerhaus. Fisk war gerade am Schlafen (das war seine vorhin genannte merkwrdige Politik), als der Magier in das Haus trat.
"Aufwachen du Faulpelz", schrieh der Chef.
"WAS IST?", Fisk schreckte hoch.
"Gib deinen Leuten den Befehl zum Angriff auf das Piratenlager."
"Warum machst du das nicht?"
"Meine Aufgabe ist erfüllt", erwiederte der Alte und verließ das Haus würdevoll.
Fisk trat vor seine Männer. Er hatte ein rot leuchtendes Amulett um den Hals.
"Ich befehle euch hiermit das Piratenlager anzugreifen", brüllte er lostlos und wollte schon wieder gehen, um weiterzuschlafen, doch die Menge rief: "Bleib hier du Mistkerl", das Amulett hatte angefangen weiß zu leuchten, "Du hast dich nie darum gekümmert, was aus uns wird und so haben wir Mordrag als neuen Anführer gewählt."
Sie schlugen wie die Verrückten mit ihren Waffen auf den vor Überraschung gelähmten Fisk einö. Warum hat das Amulett nicht funktioniert, dachte er panisch. Es sollten seine letzten Gedanken sein, denn er starb schnell. Die Aufständigen hackten noch auf den Körper ein, als Fisk schon tot war, bis Mordrag schließlich "Halt" schrie und alle seine Untergebenen erstarrten. Mordrag nahm sich das Amulett, das zu leuchten aufgehört hatte und legte es an, sodass es wieder rot leuchtete.
"Greift das Piratenlager an!"
Und die Banditen zogen los. Es kamen außnahmslos alle mit.

Überfahrt
Es stank fürchterlich im Piratenlager, denn einem großen Feuer wurden die Toten des vor einer Stunde beendeten Kampfes verbrannt. Und obeohl das halbe Banditenlager gefallen war, verbrannten heute doch mehr Piraten als Banditen, da kein einziger Verteidiger am Leben gelassen wurde. In der Hitze des Feuers plünderten die Banditen nun das Lager und übergaben ihre Funde dem Anführer Mordrag. Die Waren wurden anschließend auf das Schiff verladen, während Mordrag und die wenigen, die mitfahren durften ihre Verkleidung anzogen: Mordrag zog die Kleidung eines reichen Händlers und die Anderen Matrosen- bzw. Kapitänskliedung an. Als endlich alle fertig waren legte das Schiff ab und fuhr in Richtung Khorinis. Das Amulett zeigte ihm den Kurs an und er gab ihn an den Steuermann weiter. In den frühen Morgenstunden des nächsten Tages erreichte das Schiff den Hafen von Khorinis.

Der Plan
Im Keller des Rathauses war es sehr feucht und kalt. Hoffentlich kommt dieses Mörderding pünktlich. Es war bereits ein paar Minuten vor 2 und der Typ war immer noch nicht hier. Die paar Minuten, die er dastand und wartend auf die Kellerwand starrte, kamen ihm wie Stunden vor, doch schließlich ertönte eine Stimme hinter ihm: "Wer zu früh kommt, ist auch unpünktlich. Also mach dir mal keine Gedanken über die halbe Minute, die ich zu spät komme, wogegen du wahrscheinlich schon eine halbe Stunde hier stehst."
Wamo fuhr herum und sah, wie eine vermummte Gestalt die Kellertreppe hinunterging. Er fasste sich recht schnell wieder und fragte überrascht: "Ich dachte, du würdest durch irgendeine Geheimtür kommen und nicht einfach so durchs Rathaus direkt an dem bis tief in die Nacht arbeitenden dem Lord Hagen vorbeigehen."
"Er war gerade in irgendwelche Dokumente vertieft, sodass ich schnell vorbeischleichen konnte."
"Gut. Kommen wir zum Geschäftlichen. Erklär mir bitte den Plan."
"Wie du weißt, essen morgen alle Paladine zusammen. Ich habe den Wein vergiften lassen. Wenn ihr dann zusammen angestoßen habt, täuscht Bauchschmerzen oder Übelkeit vor, geht auf euer Zimmer und nehmt dieses Gegenmittel ein", der Mörder kramte ein Fläschchen aus einer Tasche und gab es ihm, "Kommt dann nach einer halben Stunde herunter und spielt den Überraschten. Noch Fragen?"
"Nein."
"Na Dann. Ein langes Leben."
"Gleichfalls."
Der Gruß sollte sich nicht bestätigen. Für beide Seiten nicht.

Im Hafen
"Ein Schiff. Ein Schiff", konnte man es freudig in der ganzen Stadt rufen hören. Als erstes hatte natürlich Jack das Schiff gesehen (das war so um 4 Uhr morgens). Daraufhin war er bis zum Stadttor gerannt und hatte die Nachricht an eine der Wachen weitergegeben. Ab da verbreitete sich die Nachricht wie ein Lauffeuer und um 5:30 Uhr hatte sich die gesamte Stadt (mit Ausnahme von ein Paar Wachen) im Hafen versammelt und warteten darauf, dass das Schiff endlich ankahm. Um 7 Uhr war es dann endlich so weit. Vor dem Ausgang wichen die Leute zurück und ein gut gekleideter Mann (offensichtlich ein reicher Händler) verließ das Schiff.
"Kann ich mit eurem Anführer hier sprechen?"
Lord Hagen, der sich mühsahm in die erste Reihe vorgekämpft hatte antwortete: "Ich bin der Anführer hier. Was hast du mir zu sagen?"
"Ich bin Händler und Entdecker. Als ich von einer langen Seereise zurückkahm, sahen wie auf hoher See aus der Ferne ßdie Orkische Kriegsflotte, die sich Khorinis nährte. Wir wendeten sofort und fuhren in Richtung Khorinis. Morgen mittags sollte die Flotte hier sein."
"Aus dem Fluchtplan wird also nichts", murmelte Hagen so leise vor sich hin, dass es niemand verstehen konnte. Niemand außer Wambo und Mordrag, die in ihrem Inneren heimlich lächelten: Alles verlief nach Plan.
Wambo stahl sich davon. Bei der allgemeinen Hysterie war es für Wambo kein Problem sich davonzuschleichen und am Eingang zur Kanalisation unbemerkt zwei Schlüssel in ein Versteck im Fels zu legen. Danach gesellte er sich unaufällig wieder zu der Menschenmenge und begann, als seine Dienstzeit anfing, seine Patroille.

Der Anfang des Endes
Der namenlose Held sank in die Tiefe. Er atmete Wasser und er sah Fische und Meerungeheuer an sich vorüberziehen. Der Tod nahte, das spürte er, aber er starb nicht. Er sank nur und sank und es wurde immer dunkler. Der Druck hätte ihn eigentlich zerquetschen sollen, aber sein Körper blieb heil. Und er sank und sank, bis er schließlich Adanos Reich erreichte. Dort unten konnte man mit Ausnahme von ein Paar leuchtenden Tiefseefischen wirklich gar nichts mehr sehen. Es drang eine Stimme durch das Meer. Sie war unnatürlich tief und hallend. Eine solche Stimme gebürte einem gewaltigen Wesen. Sie sagte: "Schön, dass du hier bist mein treuer Diener."
"Ich diene nur mir selbst", antwortete der Held in seiner Unwissenheit.
"Das stimmt. Diener ist das falsche Wort. Du bist eher meine Reinkarnation. So als ob man meinen riesigen Geist in den kleinen Körper eines Menschen gesperrt hätte. Du hast die Hauptphase meines Plans ausgeführt und nun beginnt die Endphase."
Und so sprach Adanos zu seinem Helden.

Das Festmahl
Trotz (oder gerade wegen) der drohenden Gefahr durch die riesige Armee vor dem Stadttor herrschte Gute Laune, doch als Lord Hagen aufstand um mit den anderen anzustoßen herrschte Totenstille, als ob die Paladine vom Verrat wussten, aber trotzdem ins Verderben liefen. Wambo schwitzte, als ob die Speisetafel in Flammen stehen würde. Unendliche Augenblicke später erhoben sich auch die anderen Paladine. Mit zitternden Fingern erhob Hagen seinen Kelch (es war ein Wunder, dass er nichts von dem Wein verschüttete) und stotterte: "A-Auf den Sieg." Er trank den ganzen Becher hastig in einem Zug leer, als ob er Angst hätte, jemand könne ihm den Becher wegnehmen. Die anderen Paladine taten es ihm nach und erleichtert, als ob eine schwere Last von ihnen abgefallen wär, ließen sie sich auf ihre Stühle nieder. Sie feierten fröhlich weiter, denn die Last des Lebns war von ihnen abgefallen. Nur Wambo fühlte sich hundeelend, denn seine Zeit war noch nicht gekommen. Er grummelte irgenwas und ging auf sein Zimmer. Die Anderen bemerkten es nicht einmal. Sie waren zu sehr damit beschäftigt, krampfhaft ihre letzte Stunde zu feiern.

Angriff
Gegen 10 Uhr griffen die Armeen Beliars an. Währenddessen nährten sich die Goblins tauchend dem Eingang zur Kanalisation. Der Plan lautete wie folgt: Die Goblins sollten unbemerkt in die Stadt gelangen, sich zu den Verteidigern schleichen, sich dort im Schatten verbergen und mit Pfeilen auf die verteidigenden Stadtwachen schießen. Wenn dann die Verteidiger ihren Posten verlließen, um nach den hinterhältigen Schützen zu suchen, würde der oberste der Schwarzmagier das Stadttor schmelzen und die Angreifer würden versuchen, möglichst viele der Stadtwachen gefangen zu nehmen (schließlich brauchte Beliar Sklaven, die für ihn im Minental schuften sollten). Anscließend würde die Armee auch noch die restlichen Bürger der Stadt gefangen nehmen und die Unterwerfung Khorinis wäre abgeschlossen.
Doch die Goblins (1 Schamane, 10 Nahkämpfer und 10 Fernkämpfer) waren noch nicht in der Stadt. Sie hatten gerade erst den Eingang zur Kanalisation erreicht. Der Schamane suchte nach dem Versteck im Felsen, wo Wambo ihnen die zwei Schlüssel hinterlassen hatte und fand sie schließlich. Mit einem der Schlüssel schlossen sie die Tür auf und schlichen hinein. Als erstes durchsuchten sie die gesamte Kanalisation in Zweiertrupps und töteten jeden Menschen, den sie dort trafen. Schließlich versammelten sie sich vor dem Ausgang zur Herberge und schlichen gemeinsahm hoch. Der Schamane schloss mit dem zweiten Schlüssel die Tür zur Herberge auf. Die Goblins gingen durch die menschenleere Herberge und traten auf den Marktplatz. Rechts von ihnen tobte der Kampf um die Stadt, während links von ihnen die Hinrichtung Wulfgars stattfand. Sie machten nichts. Sie blieben einfach stehen.

Xardas
Diego, Milten, Gorn, Lester, Vatras und Cor Angar erwachten am Strand von Ardea. Sie hatten ein gewaltiges Glück gehabt, dort angespült geworden zu sein. Sie standen mühsam auf und sahen Xardas Turm dort stehen, wo eigentlich der Leuchtturm stehen sollte. Sie gingen zum menschenleeren Dorf, durchquerten es und ging in Richtung Turm es war eine heiße, aber nicht unangenehmer Nacht. Als sie den Turm erreichten, rochen sie etwas Fauliges und sahen die halb verweste Leiche des Leuchtturmwärters vor dem Eingang liegen. Sie stiegen drüber und betraten den Turm. Sie waren wachsahm aber nicht ängstlich. Sie gingen in den Pentagrammraum, in dem der ausgemergelte Xardas auf einem Sessel saß und in die Leere starrte. Der Schweiß rann ihm vom der Stirn und er hatte hohes Fieber und Kopfschmerzen.
"Wo ist der Held?", fragte der kränkliche Xardas krächzend und unter großer Anstrengung.
"Wahrscheinlich im Meer versunken", antwortete Gorn trübselig.
Xardas rollten Tränen über sein bleiches Gesicht. "Was wollt ihr hier?"
"Wir wurden angespült und sahen deinen Turm. Wir dachten du hättest ein Paar Erklärungen für uns", sagte Diego leise.
"Warum bist du so krank?", fragte Angar den alten Schwarzmagier.
"Meine Krankheit ist ein Fluch Beliars. Wie konnte ich nur so dumm sein und mir als lebendiges Wesen die Macht der Untoten anzueignen
"Wenn du lange genug in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinien", entgegnete Vatras weise wie immer.
"Vatras und Milten. Ihr seid Priester von Adanos und Beliar. Zusammen könnt ihr Beide mich von meiner Krankheit heilen."
"Das dürfen wir nicht. Unsere Götter haben es uns verboten, dich zu heilen.", sprach Milten bedauernd.
Xardas stieß einen verzweifelten Schrei aus und fing an heftig zu weinen.
"Die Magier können dir zwar nicht helfen, aber ich kann mithilfe der Magie der Bruderschaft, dafür sorgen, dass du lachend stirbst.", tröstete Lester ihn und sprach einen Zauber auf Xardas.
Dieser konnt gerde noch "Danke" hauchen bevor er sich im wahrsten Sinne des Wortes totlachte.
"Ruhe in Frieden."
Die Sechs Gefährten fuhren herum und blickten in ein ihnen wohlbekanntes Gesicht.

Vollendung des Verrates
Wambo und Wulfgar standen auf einem Podest. Unter ihnen stand die halbe Stadt und wartete darauf, dass Wulfgar gehängt werden würde. Unter Tränen hatte er gerde den Mord an den Paladinen gestanden. Nun hatte er eine Schlinge um den Hals. Wortlos betättigte Wambo den Schalter, der die Falltür öffnete, die Wulfgars Tod bedeutete.
"Das passiert mit Verrätern am König!", schrie Wambo. Da begann das Amulett um Wambos Hals weiß zu leuchten. Die Menge starrte ihn an. Er konnte unter den Menschen auch die Gäste der Taverne erkennen. Nun würden sie sich rächen für die schlechte Behandlung. Kraftlos brach er zusammen. Hasserfüllt schrieh die Menge: "Tötet den Verräter!" Die Schaulustigen kamen auf das Podest und hackten mit allem, was sie kriegen konnten auf Wambo ein, während das Stadttor zerschmolz, weil der Schwarzmagier keine Lust mehr hatte auf die Goblins zu warten.

Exodus
Als die Goblins ins Freie traten, spürten sie, dass sie mit dem Streit der Götter nichts zu tun haben wollten. Deshalb machten sie einfach nichts, bis dann das Tor schmolz. Sie rissen sich zusammen und gingen zum Hafen. Während die Häuser der Stadt in Flammen aufgingen, die niemand löschen konnte, gingen sie zum Wasser und betraten Adanos Reich.

Ur-Shak konnte von dem Punkt, an dem er stand, das gesamte Minental überblicken. Seine Augen waren voller Trauer. Die Welt war verloren, hatte sich selbst erdroddelt. Da hörte ein Rufen in seinem Kopf. Das Rufen versprach ihm ein Leben ohne Trauer. Ein Leben im unbekannten Land Adanos. Tief unter den Meeren. Besser als auf der Oberfläche ist es dort allemal, dachte sich Ur-Shak und brach auf zu Adanos Reich.

"Kommt", sagte der namenlose Held und die sieben Gefährten verließen Xardas Turm und sprangen von der Klippe ins Meer und erreichten so ihre neue Heimat.

Die Tiere und die Druiden erreichte erreichte der Ruf Adanos und so zogen sie ins Meer.

Epilog: Adanos Wille
Die denkenden Wesen erzürnten Adanos, denn sie alle dienten entweder Beliar oder Innos. Er sah nur Verderbnis in dieser edlen Einfalt, dieser stillen Größe Innos und in der Zerstörungswut Beliars und so ließ er, nachdem seine wahren Diener und die Tiere das Meer betreten hatten, die große Flut kommen und alle Diener Innos und Beliars starben und so wurden seine Brüder für immer von der Erde verbannt. Doch seine Diener lebten fortan ein wahres Leben in den Meeren und starben glücklich. Nur Adanos würde auf ewig weinen, denn er hatte viel Leid über die Welt gebrscht. Doch solange er weinte, würde das Meer nicht austrocknen, denn es war durch seine Tränen entstanden und hatte durch seine Tränen zu leben angefangen, denn Wasser war das Elixier des Lebens und Adanos war der Gott des Lebens.

Ende

 
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